April 2021

Liebe Freunde,
weiterhin verhindert ein „Lockdown“ unsere Treffen im Zentrum.
Es ist nun schon ein Jahr her, dass dieser Zustand andauert.
Jeder ist jetzt mehr oder weniger auf seinen ganz persönlichen Lebensbereich zurückgeworfen und muss sein geistiges Leben sammeln. Insofern erinnert dieser Zustand ein wenig an die Beschreibungen in der geistigen Welt, wo wir ja auch nur in unseren eigenen Innenwelten leben. Vieles, was uns bisher als Anregung und Ablenkung nach außen gezogen hat, ist durch die gegenwärtig notgedrungenen Beschränkungen entfallen und wir sind in zunehmendem Maße auf uns selbst angewiesen, das heißt auf unser mehr oder weniger ausgebildetes Innenleben.
In den Zeitungen steht viel von häuslicher Gewalt, von Depressionen, Arbeitslosigkeit oder anderen Problemen, mit denen die Menschen nun teilweise verstärkt klar kommen müssen.
Das geht natürlich an dem Ziel Gottes und Seiner Vorsehung für unser irdisches Leben vorbei, indem wir nämlich durch sinnvolle Tätigkeit unsere Willenskräfte stärken lernen sollen, um schon hier und auch später in der geistigen Welt den Anforderungen gerecht zu werden (mehr darüber im Anschluss weiter unten).
Darüber hinaus ist es in schweren Zeiten besonders wichtig, das geistige Lebenslicht zu stärken, welches zu einer Leuchte auch für andere auf dem Weg zum Herrn werden kann. Die Anregungen dazu haben wir als Gemeinde wie immer aus den Schriften Swedenborgs und Lorbers, die bei uns als Vorträge und Lesungen aufbereitet werden, siehe auch hier in unserer Homepage. Leider hat nicht jeder die technischen Möglichkeiten diese zu besuchen. Wenn immer möglich, sollte dies aber ernsthaft in Erwägung gezogen werden, denn die Zeit lehrt uns, vermehrt solche Angebote zu nutzen. Alle Beteiligten können aber auch über uns einschlägige Schriften und Hörmedien erhalten.
Für unsere Mitglieder liegen der Druckversion unseres Programmheftes die Jahresberichte zur fälligen Jahreshauptversammlung bei, die als Präsenzveranstaltung allerdings wieder pandemiebedingt verschoben werden musste.
Euer Team des Swedenborg Zentrums Berlin

Swedenborg:  Der zweite Zustand des Menschen nach dem Tode
      Nachdem der erste Zustand durchlaufen ist (der Zustand des Äußerlichen), wird der Geist in den Zustand seiner inneren Bereiche bzw. seines inneren Wollens und des daraus hervorgehenden Denkens versetzt: ein Zustand, in dem er auch in der Welt war, wenn er, sich selbst überlassen, frei und ungebunden dachte. Er verfällt unbewusst in diesen Zustand, wenn er das der Rede dienende Denken abschaltet und sich in sich selbst zurückzieht und dort in seinem eigentlichen Leben ruht; denn frei denken aus eigener Neigung ist das eigentliche Leben des Menschen und ist er selbst.     (Himmel und Hölle 502)
       Alle Menschen, soviel ihrer auch sind, werden nach dem Tode in diesen Zustand versetzt, weil er dem Zustand ihres Geistes gemäß ist.   (Himmel und Hölle 504)
       Sobald der Geist in den Zustand gelangt, in dem sich seine inneren Bereiche befinden, liegt offen zutage, was für ein Mensch er innerlich auf Erden war. Dann handelt er nämlich aus seinem eigentlichen Wesen heraus. Wer in der Welt innerlich dem Guten ergeben war, der handelt dann vernünftig und weise, ja noch weiser als in der Welt, weil er jetzt vom Körper und damit zugleich auch von den irdischen Dingen entbunden ist, die etwas wie eine Verdunkelung, ähnlich einer vorbeiziehenden Wolke, bewirkt hatten. Doch wer in der Welt dem Bösen ergeben war, handelt dann unverständig und unvernünftig, ja noch unvernünftiger als in der Welt, weil er jetzt frei und uneingeschränkt ist. Solange er in der Welt lebte, verhielt er sich nämlich in äußeren Dingen vernünftig, weil er dadurch als vernünftiger Mensch gelten konnte. Sobald daher diese äußeren Dinge fortfallen, werden seine Tollheiten offenbar.   (Himmel und Hölle 505)
      In diesem zweiten Zustand erscheinen die Geister ganz so, wie sie innerlich auf Erden waren, und es kommt auch an den Tag, was sie im Verborgenen getan und gesprochen hatten. Da nun Äußeres nicht mehr in Schranken hält, reden sie in aller Offenheit über diese Dinge, versuchen auch Ähnliches zu tun und fürchten nicht mehr, wie in der Welt, den bösen Leumund. Um sie den Engeln und guten Geistern so vorzuführen, wie sie wirklich sind, werden sie auch in verschiedene Zustände ihres Bösen versetzt. Auf diese Weise wird Verborgenes geöffnet und das Heimliche aufgedeckt.    (Himmel und Hölle 493)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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